Pressemitteilungen

Mitgliederinfo 09.06.2015

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Punktuelle Fluglotsenstreiks in Spanien

vom 08. – 14.06.2015


Die spanische Fluglotsengewerkschaft USCA, Mitglied im europäischen Dachverband ATCEUC, ruft in dieser Woche ihre Mitglieder zu punktuellen Arbeitsniederlegungen auf.
Diese finden jeweils am 08.06., 10.06., 12.06. sowie am 14.06.2015 jeweils in der Zeit von 10 – 12 Uhr und von 18 – 20 Uhr statt.

Der Hintergrund dieser Arbeitsniederlegung liegt schon mehrere Jahre in der Vergangenheit, wurde inzwischen gerichtlich aufgearbeitet, aber bis heute weder korrekt dargestellt noch bestehende Sanktionen rückgängig gemacht oder aufgehoben.

Pressemitteilung vom 03.06.2015

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Befürchtungen der europäischen Flugsicherungsgewerkschaften trafen schneller ein als erwartet

In ihrer Pressemitteilung vom 20.05.2015 wies die Gewerkschaft der Flugsicherung e. V. (GdF) zusammen mit ihren europäischen Partnerverbänden darauf hin, dass es in diesem Sommer aufgrund der aufgezwungenen Sparmaßnahmen der EU und dem damit verbundenen Investitions- und Systemerneuerungsstop im Bereich der europäischen Flugsicherungen zu Beeinträchtigungen und Kapazitätsengpässen kommen kann und wird.

Diese Ankündigung wurde nun leider schneller als erwartet und gewünscht traurige Realität.

Am 28.05.2015 fiel am Vormittag bei der belgischen Flugsicherung die elektrische Versorgung aus. Das für diesen Fall sofortige automatische Umschalten auf Notstromaggregate erfolgte ebenfalls nicht.
Wie wir inzwischen von unseren belgischen Kollegen erfahren haben, betraf der Stromausfall im Kontrollzentrum Belgocontrol, welches für die Überwachung des kompletten belgischen Luftraumes zuständig ist, nicht nur die technischen Systeme wie Radarbilder und Sprechfunk, sondern die komplette Stromversorgung in den betroffenen Gebäuden. Lichter, elektrische Türen, Telefone, Klimaanlagen, alles war betroffen.

Der augenblickliche stattgefundene Luftverkehr über Belgien konnte glücklicherweise von militärischen Kollegen, die sich an einem räumlich abgesetzten Ort in Semmerzake befinden, sicher abgearbeitet werden und dankbarerweise ohne Zwischenfälle oder, soweit bis heute bekannt, ohne Stafflungsunterschreitungen bis zur Schließung des belgischen Luftraumes kontrolliert zu Ende geführt werden.

Dafür sprechen wir den Kollegen unsere Anerkennung und Dankbarkeit aus.

Aber ebenso gilt unsere Anteilnahme allen in diesem Moment betroffenen Kolleginnen und Kollegen in dem betroffenen Kontrollzentrum, für die dieses Ereignis zum Teil traumatisierende Folgen hatte. Die etwa 6-stündige Panne hatte mehr als 140 Flugausfälle zur Folge sowie eine große Anzahl von Flügen, die zu Ausweichflughäfen außerhalb von Belgien umgeleitet werden mussten.

Aufgrund dieses Zwischenfalles fordert die GdF e. V. erneut das Europäische Parlament und insbesondere die Europäische Kommission auf, die irrationalen und unserer Meinung nach weiterhin gefährlichen Sparpläne im Bereich der Flugsicherung neu zu überdenken und zu stoppen.

Situationen, wie vergangene Woche in Belgien, dürfen nicht vorkommen.

Der Sicherheit aller Passagiere, Flugzeugbesatzungen sowie den Beschäftigten im Luftverkehr muss weiterhin oberste Priorität eingeräumt werden.

Wir alle sind erleichtert, dass dieser doch sehr gravierende Vorfall derart glimpflich ausging und wir würden uns wünschen in naher Zukunft nicht über weitere Vorfälle berichten zu müssen.

Matthias Maas
Bundesvorsitzender GdF e. V.

BV-Mitteilung 02/15

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Bundestag beschließt Tarifeinheitsgesetz

Liebe Mitglieder,

am vergangenen Freitag hat der Deutsche Bundestag im Anschluss an die 2. und 3. Lesung das Tarifeinheitsgesetz mit den Stimmen der Regierungskoalition verabschiedet.
Die zum Teil sehr hitzige Debatte machte nochmals deutlich, wie kontrovers diese Gesetzesvorlage auch unter den Abgeordneten gesehen wurde.
Nach der noch notwendigen Unterschrift des Bundespräsidenten wird dieses Gesetz wohl zum 01. Juli 2015 in Kraft treten.

Was bedeutet das für die GdF e. V.?

Momentan haben wir Tarifverträge mit 16 verschiedenen Arbeitgebern abgeschlossen. Bei vielen dieser Arbeitgeber, beispielsweise an den Regionalplätzen, sind unsere Mitglieder gegenüber den übrigen Beschäftigten in der Minderheit.
Das bedeutet für zukünftige Verhandlungen, dass immer dann, wenn eine weitere Gewerkschaft für diese Betriebe einen Tarifvertrag anstrebt oder abschließt, dessen Geltungsbereich auch die Flugsicherung und Flugsicherungstechnik erfasst, die Mehrheitsverhältnisse hinsichtlich der im Betrieb vertretenen Mitglieder der Gewerkschaften geklärt werden müssen. Nach dem Gesetz findet dann nur der Tarifvertrag der „Mehrheitsgewerkschaft“ Anwendung. Wie die Mehrheitsverhältnisse im Einzelnen festgestellt werden sollen, steht noch nicht fest, da das Gesetz sich hierzu ausschweigt. Auch die Frage, ob die „Minderheitsgewerkschaft“ schon daran gehindert ist, einen eigenen Tarifvertrag gegebenenfalls zu erstreiken, ist ungeklärt. Sicher scheint jedoch, dass da sehr viel an Arbeit auf Notare und Gerichte zukommen wird.

Die GdF e. V. wird weiterhin einen uneingeschränkten Vertretungsanspruch für alle ihre Mitglieder, egal wie groß oder klein deren Anteil in einem entsprechenden Betrieb sein wird, einfordern und diesen, wenn nötig, auch gerichtlich durchzusetzen versuchen.

Darüber hinaus werden wir so bald als möglich Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht einlegen. Die vorbereitenden Schritte sind schon in Planung.

Über das weitere Verfahren werden wir Euch zeitnah auf dem Laufenden halten.

Der Bundesvorstand

FSBD Info 11.05.2015

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Liebe Mitglieder,

zum 30.04.2015 hat der Fachbereich seine Delegiertenwahlen durchgeführt. Die neuen Delegierten werden die örtlichen Mitglieder für die nächsten zwei Jahre in Auftrag und Wille vertreten.

Wer namentlich zum Delegierten gewählt wurde, kann einerseits in den örtlichen Wahlprotokollen oder andererseits bei einer GdF-Mitgliedschaft und bei Bedarf auch in der Geschäftsstelle abgerufen werden.

Den neu gewählten Delegierten gratuliert der FSBD-Vorstand zur Wahl und wünscht gleichzeitig ein gutes Gelingen für die jeweiligen Aufgaben.

Einige wenige ÖMVs haben trotz Aufruf nicht gewählt. Bedauerlicherweise besteht für diese ÖMVs für die nächsten zwei Jahre das Problem, keine eigenen Themen auf direktem Wege artikulieren zu können. Der FSBD-Vorstand weist hiermit nochmal auf die wichtige Bedeutung des eigenen Wahlrechts und auch die einer Selbstorganisation innerhalb der ÖMVs hin.