DFS-Geschäftsführung trifft sich mit GdF-Bundesvorstand

Gemeinsames Kommuniqué GdF/DFS

Im Rahmen einer zweitägigen Klausurtagung haben die Geschäftsführung der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und der Bundesvorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung e.V. am 4. und 5. Juli 2005 die Grundsätze und Perspektiven der zukünftigen Zusammenarbeit besprochen.

Die Gespräche fanden in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre statt. Einig waren sich die Gesprächspartner, dass es Ziel aller Bemühungen sein muss, durch gemeinsame Anstrengungen die Wettbewerbsfähigkeit der DFS GmbH in Europa und die Beschäftigung im Unternehmen langfristig zu sichern.

Auf Basis der beiderseitigen strategischen Überlegungen und angesichts der Herausforderungen, die sich aus SES mit FAB und SESAME sowie der Kapitalprivatisierung der DFS GmbH ergeben, haben die Beteiligten folgende Absprachen getroffen:

  • Die berufspolitische Zusammenarbeit wird auf allen Ebenen erheblich intensiviert, wobei gemeinsame Positionen erarbeitet und national wie international vertreten werden sollen.
  • Es wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die ein gemeinsames Verständnis zum konzeptionellen Ansatz des Sicherheitsmanagements und dessen Umsetzung entwickelt. Damit soll die wahrgenommene Diskrepanz zwischen den bestehenden Normen und dem subjektiven Empfinden des Einzelnen verringert werden.
  • Auf Basis der im Herbst 2004 geschaffenen Plattform wollen beide Seiten die tarifpolitische Zusammenarbeit in allen Themenbereichen fortsetzen und intensivieren, um im jeweils gesteckten zeitlichen Rahmen Ergebnisse zu erzielen.

DFS und GdF vereinbarten, auch angesichts der bevorstehenden Tarifverhandlungen, weitergehende Gespräche über die notwendigen  Bedingungen der langfristigen Zusammenarbeit zu führen.

Personelle Veränderungen in der DFS GF

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Mit Bedauern und Unverständnis nimmt die GdF das kurzfristige Ausscheiden des Geschäftsführers Personal und Arbeitsdirektors Jürgen Hartwig zur Kenntnis.

Nachdem die Tarifpartner im November des letzten Jahres den Tarifstillstand beendet hatten, konnte in den letzten Monaten namentlich Jürgen Hartwig dazu beitragen, durch Vertrauensbildung die Normalisierung der Tarifarbeit im Unternehmen voranzutreiben. Gerade bei schwierigen Themen, wie z.B. der Neuordnung der Altersversorgung, gab es Anzeichen für eine gemeinsame positive Weichenstellung. In zahlreichen weiteren Tariffragen haben sich die Parteien ebenfalls auf eine Plattform für eine gemeinsame Vorgehensweise verständigt.

Das unvermittelte Ausscheiden des Personal–Geschäftsführers ohne Nachbesetzung zeigt, welche Bedeutung die Geschäftsführung den Mitarbeiter/Innen im Vorfeld von DFS Kapitalprivatisierung und Strukturinitiative beimisst.

Auch der Zeitpunkt der Maßnahme wirft angesichts der Herausforderungen, die beide Tarifparteien in unmittelbarer Zukunft zu meistern haben, mehr als nur eine Frage auf.

Die GdF wird die Entwicklung sehr genau beobachten und ihre Vorstellungen weiterhin konsequent  verfolgen. Wir hoffen, dass auch unter geänderten personellen Rahmenbedingungen und verringerten  Ressourcen eine konstruktive Zusammenarbeit weiterhin möglich ist.

Die Solidarität der DFS-Mitarbeiter/Innen in allen Unternehmensbereichen und Euer Engagement in der GdF sind mehr denn je gefragt, um in der schwierigen Zeit des Umbruchs Besitzstände zu wahren und Mitarbeiterinteressen durchzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

GdF – Bundesvorstand

Urteilsverkündung im Statusverfahren am 02.Juni

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Nachdem am vergangenen Freitag, dem 13. Mai, vor dem Arbeitgericht Offenbach das Statusverfahren begonnen hat, das die DFS und ver.di gegen die GdF angestrengt haben, wurde heute der Termin für die Entscheidung durch das Gericht bekannt gegeben. Demnach wird der Beschluss des Gerichts am 2. Juni um 13.00 Uhr veröffentlicht werden.

In dem Statusverfahren wird geklärt werden, ob die GdF alle geforderten Eigenschaften einer Gewerkschaft erfüllt. Dies wird von DFS und ver.di nach wie vor bezweifelt. Während der knapp einstündigen Verhandlung am Freitag wurden erneut die bereits bekannten Standpunkte der beteiligten Parteien ausgetauscht, neue Aspekte traten dabei nicht zutage. Insbesondere beschäftigte sich das Gericht mit der Frage, in wieweit die GdF das geforderte Merkmal der Überbetrieblichkeit sowie der damit zusammenhängenden Gegnerunabhängigkeit erfüllt, welches eines der notwendigen Gewerkschaftskriterien ist. Während die GdF Anwälte auf die etwa 300 Mitglieder der GdF verwiesen, die nicht bei der DFS sondern bei der Bundeswehr, diversen Regionalflughäfen sowie den  Vorfeldkontrollen der Flughafengesellschaften beschäftigt sind, argumentierten die Anwälte von DFS, ver.di, dem Deutschen Gewerkschaftsbund sowie des Flughafen Frankfurt Hahn, dass diese Mitglieder nicht bei Flugsicherungsunternehmen beschäftigt seien, und somit das Merkmal nicht erfüllt werde.

Mit freundlichen Grüßen

GdF e. V. – Bundesvorstand

Statusverfahren DFS/ver.di vs. GdF

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

das von der DFS sowie von ver.di angestrengte Gerichtsverfahren gegen die GdF, welches denGewerkschaftsstatus der GdF endgültig klären soll, steht jetzt unmittelbar bevor.

Amkommenden Freitag, den 13.5.2005 um 10.30 Uhr wird das Arbeitsgericht Offenbach sich in erster Instanz mit dieser Frage beschäftigen.

Die Verhandlung findet im Gebäude des AG in der Herrnstraße 51, 63065 Offenbach, im 1.OG statt. Wir würden es sehr begrüßen, wenn Kollegen und Kolleginnen, die an diesem Tag keine anderweitigen Verpflichtungen haben, den anwesenden Vorständen der GdF sowie unseren Rechtsanwälten durch ihr zahlreiches Erscheinen ihre Solidarität und Unterstützung bekunden würden.

Mit freundlichen Grüßen

GdF e. V. – Bundesvorstand