Liebe Mitglieder,

vor den Sommerferien hatten wir zu einigen Themen berichtet, u. a. zu RTC (Remote Tower Concept). Es war ebenfalls - neben anderen Themen - ein Bestandteil der Agenda des kürzlich stattgefundenen Halbjahrestreffens mit dem DFS-Bereich Tower in der DFS-Unternehmenszentrale. Derzeit findet das DFS-seitige Auswahlverfahren des Technikanbieters im Bereich der möglichen Außensensorik statt. Im Ergebnis wie neben den einzelnen Gründen, so dem FSBD mitgeteilt, werden die technischen Bewerber weiter validiert.

Weitere Themen waren u. a. SSO, zu dem sich der FSBD gemäß seiner Statuten politisch positioniert hat (ein weiteres vertiefendes Treffen zum Thema wurde hierzu bereits für den folgenden Oktober vereinbart) und eine Sachstandsanfrage zukünftiger Einsatztätigkeit der Vorfeldkontrolle Berlin. Trotz des weiterhin unbestimmten Eröffnungstermins des Berliner Großflughafens lässt sich in der Zwischenzeit zumindest aufgrund der Ablaufplanungen der nächsten beiden Jahre (Bahnsanierungen Schönefeld und weitere Vorbereitungen zur Eröffnung des BER) ein verhalten optimistischer Planungszeitstrahl für die Berliner Kollegen in ihren originären Tätigkeiten erkennen. Gleichzeitig wurde der Beschluss der letzten FSBD-Konferenz zur Variante einer möglichen Kreuzausbildung PK und VoKo im Bereich Tower adressiert. Die DFS befürchtet, dass es bei nicht erfolgreicher Ausbildung von derzeitigen Platzkoordinatoren zu Vorfeldlotsen und umgekehrt zu einem zersplitterten Personalkörper kommen könnte, der die Dienstplanung erschweren würde, und hat daher eine Kreuzausbildung derzeit nicht im Blickfeld.

Liebe Mitglieder,

kurz vor den Sommerferien möchten wir euch noch mit einigen Informationen versorgen.

Bei der DFS laufen im Bereich Remote Tower Concept Auswahlverfahren bezüglich eines möglichen sensorischen Systems für den Außensichtersatz. Es gibt mehrere Anbieter, die der DFS zurzeit ihre Ausstattungsversionen in Teststellungen vorstellen. Eine davon stand Ende Juli in Dresden, wo der FSBD auf Einladung der DFS eine Inaugenscheinnahme vornehmen konnte. Es darf darüber spekuliert werden, ob es sich hierbei um Endversionen handeln wird.

auf den europäischen Arbeitsebenen wird weiter über die Ausgestaltung diskutiert. U. a. wird unter dem Stichwort beispielsweise CNS, MET, AIS) z. Zt. inhaltlich zwischen EU und Nationalstaaten gerungen.

Was viele vielleicht bereits wissen oder eben nicht wissen, ist das vollständige Inkrafttreten einer Durchführungsverordnung (Nr. 923/2012 vom 26.09.2012) zur einheitlichen Festlegung Standardised European Rules of Air). Für eine Übergangsfrist von zwei Jahren (bis zum 04.12.2014) hatten die europäischen Mitgliedsstaaten die Verordnungen müssen im Gegensatz zu Richtlinien nicht in nationales Recht umgesetzt werden, sondern gelten ab Inkrafttreten automatisch.

 

Nicht alle Anwendungsprobleme auf deutscher Ebene sind damit gegenwärtig auch gelöst. Eine Unmenge von NfL und Gesetzestext warten noch auf ihre Anpassungen oder werden durch SERA schlicht außer Kraft gesetzt. Oft steckt der (definitorische) „Teufel“ im Detail. Mit der beigefügten PDF-Datei über das SERA – EU Dokument möchten wir euch die Gelegenheit einer vorläufigen Selbstorientierung in der Materie geben. Wir sehen es als unsere Fachbereichsaufgabe an, euch auf die gesonderten und bedeutsamen Umstände nochmals hinzuweisen. Die DFS hat uns zugesagt, das operative Personal in entsprechenden Briefings über alle durch SERA über uns hereinbrechenden Neuerungen rechtzeitig zu informieren. Innerhalb des FSBD analysieren darüber hinaus die AGn FIS und Verfahren die Verordnung auf möglichen Änderungsbedarf.

 

Der FSBD-Vorstand wünscht eine schöne Sommerzeit, auch beim Schmökern.

Euer FSBD-Vorstand!

Liebe Mitglieder,

hier einige Informationen aus dem Umfeld der letzten FSBD-Vorstandssitzung und Aktivitäten:

International

In der letzten Zeit und gegenwärtig war/ist der FSBD fachlich in einer Vielzahl von (internationalen) Themen vertreten.

IFATCA

Auf der Ebene der IFATCA findet derzeit ein SESAR-Workshop u. a. zum Thema „Flugplatzkontrollzentrale“ statt, zu dem der FSBD einen Fachvertreter nach Dublin entsandt hat. Dieser Workshop liegt im Windschatten der kürzlich im Mai aus getragenen und jährlich stattfindenden IFATCA-Konferenz, bei der die weltweite Vertretung aller Fluglotsenverbände und sonstigen Vertretungen zusammenkommt.

Da dieser Konferenz bereits wie üblich ausführliche Berichte im nächsten Flugleiter gewidmet sind, sei an dieser Stelle nur an eine kleine interessante Themen auswahl der diskutierten Themen hingewiesen. Handhabung der Transition Altitudes in verschiedenen Staaten, (international) Modernization of emergency descent procedures auch in Verbindung mit ein igen technischen Neuentwicklungen in der Nachfolgegeneration von TCAS (ACAS-X nutzt zusätzlich neue mathematische Algorithmen und Daten zur verbesserten Konfliktvermeidung) waren genauso interessant wie Sicherheitsfragen im Bereich „Unmanned Aerial Systems“ (Drohnen) im Ausweichverhalten „See and Avoid“. Wichtig erscheint uns hier auch der Hinweis, dass es zur heutigen Zeit immer noch bodenseitige Luftverkehrsgebiete auf der Welt gibt, wo es keine ausreichende Datenübertragung und Telefonverbindung gibt und wo man sich mit sehr einfachen Mitteln notdürftig behelfen muss.

Liebe Mitglieder,

hier die jüngsten fachlichen Entwicklungen:

Am 13. Januar 2014 nahm der FSBD an einer Arbeitsgruppe im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Bonn teil. Auf Einladung des für die Flugsicherung zuständigen Referates
LR 23 diskutierten wir mit Vertretern von BMVI, BAF, Bundeswehr, DFS, Flugplätzen, DAeC, AOPA, VC und der Landesluftfahrtbehörden über die Neuordnung des deutschen Luftraumes. Durch „SERA“ („Standardized European Rules of the Air“) werden einige Sonderregelungen im deutschen Luftraum wie beispielsweise Luftraum Foxtrott wegfallen; andererseits wird zukünftig IFR-Betrieb in Luftraum Golf möglich sein. Als neuer Baustein sollen sogenannte Radio Mandatory Zones (RMZ) die Lücke zwischen der heutigen TMZ und Luftraum Delta schließen und eine weitere Möglichkeit des Schutzes von IFR-Flügen in Luftraum Echo bieten. Der FSBD hat nachdrücklich seine Haltung bekräftigt, dass nur Luftraum Delta und höher einen ausreichenden Schutz für IFR-Flüge bieten kann.