Vergütungsverhandlungen:
(Noch) kein Angebot der DFS 08.11.2006

Erwartungsgemäß schwierig verlief die zweite Runde der Verhandlungen zu VTV, ZTV und VTV-A gestern in der Unternehmenszentrale.

Die von der GdF-Verhandlungskommission mit Vertretern der DFS geführten Gespräche dauerten bis in den frühen Abend, ohne dass Ansatzpunkte für eine Annäherung erkennbar wurden.

Zum Auftakt der Verhandlung konfrontierten die DFS-Vertreter uns mit der Feststellung, dass das von der GdF geforderte Vergütungspaket insgesamt "nicht verhandelbar" sei und es folglich auch kein DFS-Angebot geben könne.

Begründet wurde dies zunächst im Wesentlichen mit den Auswirkungen der geforderten neuen Vergütungsstruktur auf die Betriebliche Altersversorgung - der entstehende Mehraufwand läge, auf die Laufzeit von 24 Monaten bezogen, im dreistelligen Millionenbereich und sei für das Unternehmen nicht verkraftbar.

Nach unserem Hinweis, dass auch eine "normale" lineare Vergütungsforderung zwangsläufig Auswirkungen auf die Altersversorgung hätte und es daher nur um die Differenzkosten gehen könne, brachte die DFS weitere grundlegende Vorbehalte der DFS gegen die geforderte Neustrukturierung zum Ausdruck.

Die Zusammenfassung in neuen Gehaltsbändern, die Integration der operativen Zulage sowie des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes führe zu unvertretbaren Anhebungen und nehme dem Unternehmen darüber hinaus Flexibilität.

Die GdF-Verhandlungskommission hat das DFS-seitige Ansinnen, das Forderungspaket zu überdenken und eine "verhandelbare Forderung" aufzustellen, als Vorgriff auf eben die zu führenden Verhandlungen zurückgewiesen.

Um die aus dieser Situation resultierende Patt-Stellung zu durchbrechen, haben beide Parteien im Verlauf des Nachmittags den Versuch einer differenzierten Betrachtung einzelner im Gesamtpaket enthaltener Blöcke unternommen.

Das vorläufige Ergebnis dieser Bemühungen mündete in der Ankündigung der DFS, bis zur Fortsetzung der Verhandlungen am kommenden Dienstag ein die Grundstruktur des GdF-Modells berücksichtigendes Konzept vorzulegen.

Ob dies auch ein Angebot im Tarifsinne sein wird, blieb weiterhin unklar. Jegliche Mutmaßung über den Stand der Dinge in einer Woche wäre daher eine Spekulation.

Die GdF-Mitglieder sind gut beraten, auf jede Situation vorbereitet zu sein. Um dies sicherzustellen, sollten die nachfolgend aufgelisteten ÖMVen auf jeden Fall genutzt werden:

November Termine:

  • 08. Karlsruhe
  • 13. Düsseldorf, München
  • 14. Nürnberg
  • 16. Langen
  • 17. Erfurt, Bremen, Hamburg

 Dezember Termine:

  • 05. Informationsveranstaltung Unternehmenszentrale

Für alle anderen Standorte (Berlin, Dresden, Hannover, Köln, Leipzig, Münster, Saarbrücken, Stuttgart) werden die Termine noch bekannt gegeben.

Wir berichten zeitnah weiter.

Eure Verhandlungskommission